Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Zisterzienserkloster Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Zisterzienserkloster in Kloster Zinna Fastenseminare in Dobbrikow Historie

 

Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Liebe Fastenfreunde,
auf dieser Seite wird Herr Herbert Giesecke  etwas über die Historie meiner Heimat, dem Bundesland Brandenburg, im Nuthe-Urstromtal, aus Dobbrikow und der Umgebung, berichten. Einfach und in leichter Form. Seid gespannt darauf und viel Spaß beim Lesen!
Autor: Herbert Giesecke

Fastenseminare in Dobbrikow Historie Teil 1

Wie alles begann…

Dobbrikow und der Fläming – wie war es früher? Ein wenig Geschichte, im Großen und im Kleinen. Wenn es um die alten Germanen geht, die  z. Zt. nach Christi im Fläming lebten, ist und bleibt Tacitus die wichtigste Quelle. Hier befindet sich das Gebiet vom heutigen Dobbrikow.

Wir Deutsche müssen dankbar sein, das er uns Aufhellung gab für eine Zeit, aus der praktisch für unser Lebensgebiet keine schriftlichen Information vorhanden sind. Tacitus erwähnte bei der Auflistung der germanischen Stämme als Gruppierung der Elbgermanen die Semnonen, als einen der angesehensten Stämme. Dieser Stamm lebte bis zur Zeit der Völkerwanderung östlich der Elbe, als Teil der suebischen Stämme.

Ausgelöst wurde die Völkerwanderung durch die aus der Tiefe des asiatischen Raums kommenden Hunnen, allerdings auch durch den langsamen Verfall des Weströmischen Reiches. Aber auch Überbevölkerung und klimatische Veränderungen spielten eine bedeutende Rolle. Und so zogen dann auch unsere Sueben im Laufe der Zeit weiter südwärts, und siedelten im Gebiet des Oberrheins.

Man soll es sich nun nicht so vorstellen, als ob alle auf Geheiß eines Führers ihr Bündel packten und loszogen. Etliche blieben, manche wurden von anderen Stämmen aufgerieben aber das Gros zog es doch in den Süden. Sie wurden dort sesshaft und vermischte sich mit den dort lebenden Alemannen.

Im Laufe der Zeit prägten dann die Sueben als nun neuer deutscher Stamm den Begriff Schwaben. Und wenn zur heutigen Zeit die Schwaben als Fremdlinge in Berlin betrachtet werden, so kann es doch so sein, dass sie nur in die Heimat ihrer Vorfahren zurückkehren. (diesen Satz bitte unter humoristischen Aspekten betrachten!). Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Fastenseminare in Dobbrikow Historie Teil 2

Dobbrikow – Fläming

In die zum Zeitpunkt des frühen Mittelalters nur dünn besiedelten Gebiete drangen langsam von Osten herkommende slawische Stämme ein. Diese Stämme wurden im Laufe der Zeit unter den Oberbegriff Wenden zusammengefasst. Man weiß nicht viel von diesen Wenden, aber kaum etwas von ihnen selbst, sondern nur aus Berichten ihrer westlichen Nachbarn. Außerdem stellt das frühe (dunkle) Mittelalter im Vergleich zu anderen Epochen eine doch schwach erforschte Zeit da, so dass vor einiger Zeit das (wohl nicht ernst zunehmende) Gerücht entstand, diese Zeit habe gar nicht stattgefunden.

Auch wechselte die Einschätzung der Wenden aus deutscher Sicht des häufig. Die national-germanische Betrachtung des 19. Jahrhundert sah diese Stämme negativer als die Geschichtsschreibung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Allerdings rühmte schon Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg im Band Havelland die Tapferkeit und Gastfreundschaft dieser Stämme. Eine neue Situation entstand dann in der Zeit zwischen Karl dem Großen (ca. 800) und Friedrich Barbarossa (12. Jh.) Dazu dann später mehr. Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Fastenseminare in Dobbrikow Historie Teil 3

Dobbrikow Fasten und die Geschichte erforschen

Ab den sächsischen Königen im 10. Jahrhundert (u.a. Heinrich I und Otto der Große) bildete sich langsam für den östlichen Teil des ehemaligen Frankenreichs der Begriff des Deutschen heraus. Und in dieser Zeit mit einer stark wachsenden Bevölkerung wurde immer mehr neues bewohnbares Gebiet geschaffen. Der Wald wurde urbar gemacht, dass heißt er wurde gerodet. Und so deuten die Ortsnamen Wernigerode, Gernrode, Elbingerode auf diese Epoche hin, im Unterschied zu den Ortsnamen im Harzvorland mit der Endung -leben, wie z.B. Oschersleben, Hötensleben, Dedeleben, Aschersleben.

Der Druck führte nicht nur nach Innen sondern dann auch weiter in die östliche Richtung. Zwei Faktoren kamen hier zum Tragen, die Missionierung und die Kolonisation. Schon mit der Bevorzugung Magdeburgs durch Otto dem Großen wurde ein Zeichen gesetzt. Und später im Hohen Mittelalter wurde diese Entwicklung intensiviert. Zwei Herrschernamen drängen sich auf, Albrecht der Bär für die Nordmark, und auf unser kleines Gebiet den heutigen Landkreis Teltow-Fläming bezogen, das Teltower Gebiet, Erzbischof Wichmann von Magdeburg, der eine wesentliche Rolle im Gebiet Fläming/Luckenwalde spielte.

Das Wappen des heutigen Landkreises spiegelt diese Situation sehr gut wieder, der rote Brandenburger Adler und das rot-silberne Feld mit Bischofsstab für Magdeburg. Beide Landesherren förderten den Zuzug von Siedlern aus den westlichen Teilen des Reiches und unterstützten die Missionierung der noch nicht christlichen Bevölkerungsteile. Da zu jener Zeit Sturmfluten, schlechte Klimaverhältnisse und allg. Landmangel gerade das Gebiet der Holländer und Flamen bedrohte, besorgte besonders Wichmann die Ansiedlung dieser Bevölkerungsgruppen im südlichen Teil des heutigen Landkreises.

Das Können in Hinblick auf Deichbau und Flächentrockenlegung dieser Bevölkerungsgruppe ist für die weitere Entwicklung Brandenburgs-Preußen nicht hoch genug zu bewerten. Und so schließt sich der Kreis. In den letzten Jahren dieser Epoche lassen sich mehr und mehr Holländer im Fläming nieder, da in ihren Heimatgebieten Ackerland nur schwer zu bekommen ist. Mehr demnächst zu den mit den Zisterziensern geht es weiter. Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Fastenseminare in Dobbrikow Historie Teil 4

Ein Besuch im Kloster Zinna bei Jüterbog

Wer heute, statt des Fastens, eine Feinschmeckerreise durch Burgund machen möchte und darüber hinaus auch noch kulturelle und historische Interessen hat, möchte vielleicht auch das aus dem Mittelalter bekannte Kloster Citeaux besichtigen. Umso größer ist aber die Enttäuschung angesichts der Überreste eines der größten alten Klosteranlagen. Während der französischen Revolution wurde die Abtei zum großen Teil zerstört.

Was hat jedoch dies alles mit unserem kleinen Gebiet des Flämings in Brandenburg zu tun?
Hier von Citeaux aus breitete sich beginnend um das Jahr 1100 eine klösterliche Reformbewegung aus, die etwas 25 Jahre später auch die Deutschen Lande erreichte. Ebrach im Odenwald, Maulbronn in Württemberg und Altenberg im Rheinland waren bekannte Abteien.

Die nachhaltigste Wirkung dieser Bewegung wurde jedoch in der Ostkolonisation erzielt. Hier im Osten fand man noch jungfräuliches Gebiet vor um die Maxime „ora et labora“ umsetzen zu können. Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Fastenseminare in Dobbrikow Historie Teil 5

Dobbrikow und die Entwicklung der Städte

Karte Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Karte Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Es ist die Zeit, in der die Städte in Brandenburg immer mehr Bedeutung erlangten. Eine dieser Städte ist z.B. Jüterbog, unweit von Dobbrikow. Während in der Antike die Stadt eine häufig vorkommende Siedlungsform war, so hat sie doch in der Völkerwanderungszeit ziemlich an Bedeutung verloren.

Besonders im Gebiet nördlich der Alpen. Hier bei uns in Brandenburg, besonders im Fläming, waren Dörfer und Streuansiedlungen bevorzugte Siedlungsformen. Allerdings bildeten sich auch hier die ersten Städte heraus. Während sie in anderen Gegenden häufig im Schutze einer Burg oder in der Nähe eines Flusses heranwuchsen, war es hier hauptsächlich einer günstigen Lage, an einer Handelsstraße, geschuldet.

Den Kern einer mittelalterlichen Stadt bildete das Rathaus, das auch in Teilen als Vorratsspeicher benutzt wurde. Die Stadt war meistens mit Marktrechten ausgestattet, sodass in der Nähe des Rathauses, sich der Marktplatz befand. Er war das Handelszentrum für die Stadt selbst und der umliegenden Dörfer. Im Brandenburgischen sowie im sächsischen Grenzgebiet entstanden durchgeplante Städte mit einem regelmäßigen Grundriss. Umgeben war die Stadt von der Stadtmauer, einer Befestigungsanlage, die in gemeinsamer Arbeit von Rat,

Bevölkerung und Geistlichkeit erbaut und erhalten wurde. Mehrere Stadttore schufen die Verbindung zur Umwelt. Auch hierhin können wir bei unseren Fastenwanderungen einen Ausflug  unternehmen. Fastenwandern auf den Spuren der vergangenen Zeit… Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Fastenseminare in Dobbrikow Historie Teil 6

Die Klöster in unserer Gegend

Da ist einmal das Kloster Lehnin, im weiteren Bereich von Potsdam und das  Kloster Alexanderdorf, die Benediktinerinnen der Abtei St- Gertrud. Das Kloster gehört nicht wie die bisher besprochenen Abteien zu den mittelalterlichen Klöstern, die wir bisher erwähnt hatten, sondern ist eine noch nicht einmal 100 Jahre alte Einrichtung, die in den Wirren nach dem Ersten Weltkrieg entstanden ist. Aber warum sind wir jetzt schon beim Wandern? Wir waren doch in den letzten Artikeln erst im Mittelalter angekommen. Jedoch vielleicht fällt uns dabei etwas auf. Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Die Zisterzienser

Prägend für die Mark Brandenburg waren die Zisterzienser, durch ihre Gründungen von Lehnin und Chorin. Sie waren die primären Kolonisatoren! Der Benediktinerorden ist wohl weitaus älter, hatte jedoch eine andere Zielrichtung als die späteren Reformorden. Er wurde von Benedikt von Nursa in Süditalien gegründet. Bekannt ist auch das Gründungskloster Monte Cassino, welches im Zweiten Weltkrieg eine so tragische Rolle spielte.

Der Name Benedikt stammt aus dem Lateinischen und bedeutet: gut sprechen, segnen. Im Deutschen kurz „der Gesegnete“. Keine Wunder, dass es ein begehrter Papstname war, bis hin zu unserem Benedikt XVI. Ob wir nun von Kloster Alexanderdorf oder von Lehnin sprechen, oder doch noch andere Fleckchen in der Umgebung Potsdams entdecken, interessant ist es allemal, und wir werden bisweilen weit in die Geschichte zurückgeführt. Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Fastenseminare in Dobbrikow Historie Teil 7

Das Mittelalter
Weberstube Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Historienweberstube

Wenn wir uns heute zum Fasten vor den Toren Berlins/Potsdams in Dobbrikow treffen, so ist dieses Fasten ein individueller Vorgang um etwas für Körper Geist und Seele zu tun.

Wir wohnen im Haus „Lebensquelle“. Von dort aus starten wir unsere Fasten – Wanderungen um Dobbrikow und in die Geschichte. Welche streng vorgeschriebene Bußübung das Fasten im Mittelalter gewesen ist, kann heute mit Zahlen und Fakten belegt werden.

„Das Fasten war früher als Kirchengebot nicht freiwillig!“ Es war eher eine strikt regulierte Übung. Jeder Gläubige des Mittelalters musste ihr nachkommen. Wollte er nicht abseits der Gemeinschaft stehen und sein Seelenheil aufs Spiel setzen, so tat er es. Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Dobbrikow Fasten – heute?

Heute, da sind im kirchlichen Bereich fast nur noch die 40 Tage vor Ostern als Fastentage bekannt. Dann ist auch unsere Fastenzeit.
Aber noch vor ca. 100 Jahren, zählte das katholische Kirchenjahr fast 150 solcher Tage. Das konnte sich natürlich kaum jemand merken. Dadurch wurde es zu einer wichtigen Aufgabe des Pfarrers, seinen Schäfchen jeden Sonntag von der Kanzel aus einzuschärfen, ob und wann in der nächsten Woche Fastengebote zu beachten sind.

Es war aber nicht allein der Zwangscharakter und die ungleich größere Zahl der Fastentage die das Fasten früherer Zeiten von der heutigen Form unterschied. Sondern es war auch die Art und Weise wie gefastet werden musste. Da gab es kein Entrinnen.
So durfte man kein Fleisch von vierfüßigen Tieren und von Vögeln essen. Leider waren auch Produkte dieser Tiere wie Eier, Milch, Käse usw. verboten.

In ihrer Not, waren die Fastenden erfinderisch. So gestalteten sich die Menschen diese Vorgaben doch noch für sich erträglicher. Es sei nur auf die Fischmahlzeiten und das Starkbier hingewiesen. Für Fischmahlzeiten konnte  ja in Dobbrikow gesorgt werden. Am Bauernsee siedelten sich nachweislich zuerst die Fischer an. Dann kamen andere Gewerke hinzu. Fastenwandern auf den Spuren der vergangenen Zeit…Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Fastenseminare in Dobbrikow Historie Teil 8

Beim letzten Mal haben wir von den Burgen gesprochen, befestigte Anlagen zur Sicherung eines bestimmten Gebietes. Wir wiesen darauf hin, dass im Fläming etliche Zeugen dieser alten Zeit noch heute existieren. Es ist auch die Zeit in der die Städte in Brandenburg immer mehr Bedeutung erlangten. Eine dieser Städte ist z.B. Jüterbog, unweit von Dobbrikow.

Während in der Antike die Stadt eine häufig vorkommende Siedlungsform war, so hat sie doch in der Völkerwanderungszeit ziemlich an Bedeutung verloren. Besonders im Gebiet nördlich der Alpen. Hier bei uns in Brandenburg, besonders im Fläming, waren Dörfer und Streuansiedlungen bevorzugte Siedlungsformen.

Allerdings bildeten sich auch hier die ersten Städte heraus. Während sie in anderen Gegenden häufig im Schutze einer Burg oder in der Nähe eines Flusses heranwuchsen, war es hier hauptsächlich einer günstigen Lage, an einer Handelsstraße, geschuldet. Den Kern einer mittelalterlichen Stadt bildete das Rathaus, das auch in Teilen als Vorratsspeicher benutzt wurde.

Die Stadt war meistens mit Marktrechten ausgestattet, sodass in der Nähe des Rathauses, sich der Marktplatz befand. Er war das Handelszentrum für die Stadt selbst und der umliegenden Dörfer. Im Brandenburgischen sowie im sächsischen Grenzgebiet entstanden durchgeplante Städte mit einem regelmäßigen Grundriss. Umgeben war die Stadt von der Stadtmauer, einer Befestigungsanlage, die in gemeinsamer Arbeit von Rat, Bevölkerung und Geistlichkeit erbaut und erhalten wurde.

Mehrere Stadttore schufen die Verbindung zur Umwelt. Auch hierhin können wir bei unseren Fastenwanderungen einen Ausflug unternehmen. Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Fastenseminare in Dobbrikow Historie Teil 9

Das Mittelalter neigte sich nun langsam dem Ende zu. Die herrschende Frömmigkeit mit Buße und Fasten wurde abgelöst durch neuere Vorstellungen. Auch in unserem kleinen Gebiet des Flämings zeigte sich, wenn auch am Rande, diese Zeit. Johann Tetzel, der Mönch, der Luther erst mit seinen Ablasspredigten auf die Idee seiner 95 Thesen brachte, trieb sein Geschäft von Jüterbog aus.

Viele Wittenberger überschritten die sächsische – brandenburgische Grenze um ihr Seelenheil mit Hilfe der Ablasszahlungen zu erreichen. Etliche dieser Stellen aus der reformatorischen Zeit kann man bei einer Rundfahrt im südlichen Kreis Gebiet erreichen. Bei einer 7 tägigen Fastenzeit in Dobbrikow ist die dieser Ausflug mit dabei.

Die Reformation breitete sich in Brandenburg nur sehr zögerlich aus. Der damalige Herrscher, Joachim der I., hielt fest zum alten Glauben und verbot Bestrebungen der neuen Bewegung. Aber nach seinem Tode übernahm sein Sohn die Regierung. Er war durch seine Mutter evangelisch beeinflusst worden und stand nach der Reformation positiver der Reformation gegenüber. Und so setzte sich auch in unserem kleinen Gebiet, dem Fläming, die neue Lehre durch. Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Fastenseminare in Dobbrikow Historie Teil 10

Wappen erlauben uns manchmal einen Blick zurück in die Geschichte. So auch das heutige Wappen des Landkreises Teltow-Fläming. Der rote Adler steht für den nördlichen Brandenburger (Teltow) Teil, der Bischofsstab auf rot-weißem Grund für den südlichen Teil (Fläming). Er verweist auf die Herrschaft des ehemaligen Erzbistums Magdeburg. Dieses Gebiet, wozu auch Luckenwalde, Jüterbog und unser Dobbrikow gehörten, lag als Exklave umgeben von anderen Herrschaftsgebieten weitab vom Kerngebiet. Und so gehörte sogar auch noch das heute plötzlich so bekannt gewordene Grünheide wieder als winzige Exklave zu diesem Gebiet.

Dobbrikow war im Besitz des Klosters Zinna. Das von den Zisterzienser geführte Kloster ging während der Reformation seinem Ende entgegen. Die Herrschaft über Dobbrikow hörte 1547 auf. Das Mönchsleben erstarb dann 1563. Der heute  noch namentlich erwähnte Weinberg im Ort verlor seine Funktion.

Während der Reformationszeit war auch Luther mehrmals in der weiteren Umgebung von Dobbrikow. Er predigte u.a. im nicht weit entfernten Treuenbrietzen und im zu Sachsen gehörendem Belzig. Drei Territorien so nahe beieinander! Treuenbrietzen (brandenburgisch), Belzig (sächsisch), Luckenwalde mit Dobbrikow (magdeburgisch).

Und Herr Musk lässt sich im Osten von Berlin liegenden zu Magdeburg gehörenden Grünheide nieder. Aber das war im 16. Jahrhundert nun wirklich nicht abzusehen. Das Jahrhundert endete unruhig, aber es waren doch annehmbare Zeiten im Vergleich zum heraufziehenden 17. Jahrhundert mit seinem katastrophalen Verlauf. Fastenseminare in Dobbrikow Historie

Aus dem Jahr 1221 findet sich eine Urkunde, in der der Ort als Doberchowe bezeichnet ist. Dieser slawische Name wird als von „dobru“, d. i. „gut“ oder „dobricowo“, d. i. „Talsee“ abgeleitet. Heimatforscher Dieter Noeske führt den Namen auf „dobre chovae“, d. i. „sich oder etwas gut verstecken/ein gutes Versteck“ zurück.

1307 gibt Heidenrycus de Trebbin den Ort an das Kloster Zinna ab. 1568 hat der Schulze beim Hammer eine Wiese, was auf vorhandene oder gewesene Eisenverarbeitung hinweist. Fischerei, Weinbau und ein 1745 erwähnter Teerofen sind neben der bäuerlichen Landwirtschaft das Haupteinkommen des Ortes.  Auszug aus Gemeinde Nuthe-Urstromtal/Dobbrikow

Entstehung

Das Baruther Urstromtal entstand vor etwa 15.000 Jahren als Abflussbahn der eiszeitlichen Schmelzwässer während des Brandenburger Stadiums der Weichsel-Eiszeit. Später wurde das Urstromtal zu einem sumpfigen Niederungsgebiet, welches mit dichten, teilweise undurchdringlichen Laubwäldern bestockt war. Erlen, Moorbirken und Eschen, aber auch gewaltige Stieleichen prägten auf den ärmeren Standorten das Bild des Urstromtals. Diesem Lebensraum, der durch Feuchtgebiete und trockene Talsandflächen geprägt war, passten sich viele Pflanzen und Tiere an.

Waldgesellschaften des Auwaldes, des Erlenbruchwaldes sowie Erlensümpfe beherrschten das Urstromtal. Zu dieser Zeit waren Kranich, Schwarzstorch und Brachvogel noch sehr zahlreich. Noch im 15. Jahrhundert konnte man das Tal nur an wenigen Stellen durchqueren, da es durch den sumpfigen Bruchwald nur wenige Wege gab. Allmählich nahm der Mensch Einfluss auf das Urstromtal. Durch Viehtrieb und Weidewirtschaft wurde der Wald schließlich immer stärker zurückgedrängt und das Urstromtal zunehmend landwirtschaftlich genutzt. Zum größten Teil wird das Baruther Urstromtal von Niedermoorstandorten geprägt.

Vielfach eingeschaltete Ablagerungen von Raseneisenerz wurden in früheren Zeiten ausgebeutet und lieferten Rohstoff für eine Reihe von Eisenhämmern. Der Gottower Hammer bei Luckenwalde – heute eine Ausflugsgaststätte – wurde schon 1397 erwähnt. Talsandflächen ziehen sich an den Rändern des Urstromtales in schmalen Streifen entlang oder treten gelegentlich auch inselartig inmitten des Tales auf. Häufig waren kleinere und größere Wiesen als halbnatürliche Formationen, die dazu beigetragen haben, dass sich Pflanzenarten wie Orchideen aber auch andere, die in natürlichen Formationen nur wenige Nischen besiedeln, ausbreiten konnten. Typische Ausbildungen der Feuchtwiesen sind heute nur noch vereinzelt vorhanden.

Im Zuge der landwirtschaftlichen Intensivierung sind sie teilweise zu Saatgrasbeständen und Ackerflächen umgewandelt worden. Die Folge war ein rapider Rückgang der Wuchsmöglichkeiten von Feuchtwiesenarten. Einen noch intakten und für das Baruther Urstromtal charakteristischen Landschaftsausschnitt repräsentiert das Naturschutzgebiet „Schöbendorfer Busch“.   Auszug aus https://www.baruther-urstromtal.de/index.php/entstehung-des-urstromtals.html

Der Schmied zu Jüterbog

Zu Jüterbog lebte einmal ein Schmied, der war ein sehr frommer Mann und trug einen schwarzen und weißen Rock; zu ihm kam eines Abends noch ganz spät ein Mann, der gar heilig aussah, und bat ihn um eine Herberge; nun war der Schmied immer freundlich und liebreich zu jedermann, nahm daher den Fremden auch gern und willig auf und bewirtete ihn nach Kräften.

Am andern Morgen, als der Gast von dannen ziehen wollte, dankte er seinem Wirt herzlich und sagte ihm, er solle drei Bitten tun, die wolle er ihm gewähren. Da bat der Schmied erstlich, dass sein Stuhl hinter dem Ofen, auf dem er abends nach der Arbeit auszuruhen pflegte, die Kraft bekäme, jeden ungebetenen Gast so lange auf sich festzuhalten, bis ihn der Schmied selbst loslasse.

Zweitens, dass sein Apfelbaum im Garten die Hinaufsteigenden gleicherweise nicht herablasse;

Drittens, dass aus seinem Kohlensack keiner herauskäme, den er nicht selbst befreite. Diese drei Bitten gewährte auch der fremde Mann und ging darauf von dannen. Nicht lange währte das nun, so kam der Tod, wollte den Schmied holen. Der aber bat ihn, er möge doch, da er sicher von der Reise zu ihm ermüdet sei, sich noch ein wenig auf seinem Stuhl erholen. Da setzte sich denn der Tod auch nieder, und als er nachher wieder aufstehen wollte, saß er fest.

Nun bat er den Schmied, er möge ihn doch wieder befreien, allein der wollte es zuerst nicht gewähren; nachher verstand er sich dazu unter der Bedingung, dass er ihm noch zehn Jahre schenke. Das war der Tod gern zufrieden, der Schmied löste ihn, und nun ging er davon. Wie nun die zehn Jahre um waren, kam der Tod wieder.

Da sagte ihm der Schmied, er solle doch erst auf den Apfelbaum im Garten steigen, einige Äpfel herunterzuholen, sie würden ihnen wohl auf der weiten Reise schmecken. Das tat der Tod, und nun saß er wieder fest. Jetzt rief der Schmied seine Gesellen herbei, die mussten mit schweren eisernen Stangen gewaltig auf den Tod losschlagen, dass er ach und wehe schrie und den Schmied flehentlich bat, er möge ihn doch nur freilassen.

Er wolle ja gern nie wieder zu ihm kommen. Wie nun der Schmied hörte, dass der Tod ihn ewig leben lassen wolle, hieß er die Gesellen einhalten und entließ jenen vom Baum. Der zog glieder- und lendenlahm davon und konnte nur mit Mühe vorwärts. Da begegnete ihm unterwegs der Teufel, dem er sogleich sein Herzeleid klagte. Aber der lachte ihn nur aus, dass er so dumm gewesen, sich von dem Schmied täuschen zu lassen und meinte, er wolle schon bald mit ihm fertig werden.

Darauf ging er in die Stadt und bat den Schmied um ein Nachtlager; nun war’s aber schon spät in der Nacht und der Schmied verweigerte es ihm, sagte wenigstens, er könne die Haustür nicht mehr öffnen, wenn er jedoch zum Schlüsselloch hineinfahren wolle, so möge er nur kommen. Das war nun dem Teufel ein leichtes und sogleich huschte er durch, der Schmied war aber klüger als er, hielt innen seinen Kohlensack vor, und wie nun der Teufel darin saß, band er ihn schnell wieder zu, warf den Sack auf den Amboss und ließ seine Gesellen wacker drauflosschmieden.

Da flehte der Teufel zwar gar jämmerlich und erbärmlich, sie möchten doch aufhören, aber sie ließen nicht eher nach, bis ihnen die Arme von dem Hämmern müde waren und der Schmied ihnen befahl aufzuhören. So war des Teufels Keckheit und Vorwitz gestraft, und der Schmied ließ ihn nun frei, doch musste er zu demselben Loch wieder hinaus, wo er hineingeschlüpft war und wird wohl kein Verlangen mehr nach einem zweiten Besuch beim Schmied getragen haben.

Quelle: Kuhn, A./Schwartz, W., Norddeutsche Sagen, Märchen und Gebräuche aus Mecklenburg, Pommern, der Mark, Sachsen, Thüringen, Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Westfalen. Leipzig 1848, Nr.8

Fastenseminare mit Elke in verschiedenen Bundesländern

Fastenwandern in Mecklenburg Vorpommern: Fastenwandern auf der Insel Usedom im Ostseebad Zinnowitz und im Ostseebad Karlshagen sowie auch auf Rügen im Ostseebad Göhren. Ein besonderes Fastenziel ist auch die Müritz. 3 x Ostsee Fastenseminare!

Im Bundesland Brandenburg gibt es ein besonders interessantes Fastenziel. Es ist der Spreewald in Burg. Im Bundesland Brandenburg fasten und wandern wir auch im Haus Lebensquelle. Hier biete ich das Tagesseminar „Wie faste ich richtig“ und das Kurzfasten „Natur Pur“ an.

Im Bundesland Sachsen-Anhalt wandern, fasten, meditieren wir im Harz in Wernigerode, Im Bundesland Sachsen könne Sie gleich zwischen 3 verschiedenen Fastenorten wählen: Fastenwandern im Erzgebirge, im Vogtland und in der herrlichen Sächsischen Schweiz.

Zu Informationen über die Fastenwoche geht es hier zum Tagesablauf und zu den Terminen .  Wir fasten nach der Buchinger Methode.

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Kloster Hildegard von Bingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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